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Bericht aus Marathon & mehr, Oktober 2007:
Auch wenn der Marathon Jubiläum feierte, so war doch der Brunnenlauf, mit dem alles 1989 anfing, der Knaller des Tages. In 2006 reiften die Ideen im OrgTeam, den in die Jahre gekommenen Brunnenlauf zu liften und verpassten ihm den Zusatznamen „Halbmarathon“. Die Teilnehmerzahlen auf der bisherigen 20 km Strecke waren gut und deutlich besser als beim Marathon, aber mit der Verlängerung um 1,1 km hatten 200 LäuferInnen mehr Interesse, als in den Jahren zuvor und brachten es auf über 500 Anmeldungen. Jetzt besteht Vergleichbarkeit und Einordnungsmöglichkeit, auch wenn vereinzelt der alten Strecke nachgeweint wurde.
m Morgen des Renntages begann es gegen 4 Uhr eicht zu regnen. Um 5 Uhr legte der Regen einen Zahn zu, um ab 6 bis 10 Uhr mit unverminderter Beharrlichkeit alles unter Wasser zu setzen. Das führte zu vereinzelten Ummeldungen von Marathon auf HM, denn wer die Strecke kennt weiß, dass es da auch schon mal etwas mehr als matschig werden kann. Der Kachelmann von Bad Pyrmont in der Person des OrgLtr Bernd Mecke sagte mit fester Stimme: „Jetzt hat es 18 Ausgaben während des Rennens nicht geregnet und dabei wird es bleiben!“ Und er behielt Recht. Gegen Mittag war es schnuckelig warm, die Sonne mühte sich ab, das Areal trocken zu legen und am Nachmeldeschalter war ordentlich Betrieb. Mit ziemlicher Verzögerung wurden jetzt die umfangreichen Aufbauten auf der Hauptallee in Angriff genommen, aber dennoch zeitig abgeschlossen, was einmal mehr für die Routine des Teams spricht. Das umfangreiche und attraktive Rahmenprogramm fand wir vorgesehen statt. In Bad Pyrmont kann man seit 6 Jahren Teilnehmerrekorde verzeichnen, was an sich schon ungewöhnlich ist, aber wer einmal an der Veranstaltung teilgenommen hat, sieht und spürt warum. Nach Hause fahrende zufriedene LäuferInnen sind gute Botschafter und Werbeträger für gelungene Veranstaltungen. Das weiß man vor Ort nur allzu gut und richtet seine Überlegungen und Planungen übers Jahr daran aus. Jetzt ist man bei 1400 TeilnehmerInnen angelangt und es wird weiter gehen, wenn im kommenden Jahr der Brunnenlauf seine 20. Auflage feiern wird.
Mein Erster Bergmarathon von Jörg Nolting:
Dies wird also mein erster Marathon mit richtigen Steigungen. Während meiner Trainings – und Vorbereitungsläufe ist mir eins klar geworden: Einen hügeligen Marathon übersteht man nur, wenn man ihn ganz langsam beginnt und im Gegenzug versucht ihn genauso langsam zu beenden. So stehe ich im Starterfeld auch nicht wie sonst weit vorne, sondern relativ in der Mitte bzw. eher im hinteren Drittel. Und dann geht' s los ... wie üblich dauert es ein wenig, bis man durch die Startlinie kommt. Danach habe ich allerdings ein wenig Mühe mich durch die zahlreichen zur selben Zeit gestarteten Walker und Geher zu drängeln, die vor mir auftauchen. Naja ... bei km 1 ist die Reihenfolge dann geklärt. Kaum haben wir Bad Pyrmont hinter uns gelassen geht es auch schon steil bergauf durch die Felder in Richtung Wald. In der Ferne kann man sehr gut die Spitzengruppe beobachten. Welch ein Tempo die drauf haben und ich frage mich, wie viel Meter ich da wohl mithalten könnte. Allerdings bleibt mir für derartige Gedankenspiele wenig Zeit, denn der Weg erfordert viel Aufmerksamkeit und wechselt gerade auf den ersten Kilometern häufig den Untergrund. Auf den vom vielen Regen am Vormittag klatschnassen Grasböden geht es weiter über ausgewaschene Schotterwege, gefolgt von Waldwegen mit kurzen Strecken auf Asphalt und ständig geht es mal mehr oder weniger steil bergauf bzw. mal ein wenig bergab. Erst oben im Wald wechselt der Untergrund nicht mehr so häufig und man kann ein wenig entspannter laufen. Die Stimmung ist gut und hin und wieder findet sich ein kleines Trüppchen von Läufern, mit denen man einige Kilometer gemeinsam läuft bevor die nächste Steigung alles wieder neu mischt ... Die Laufstrecke ist gut markiert und an den größten Kreuzungen stehen auch noch Helfer, die aufpassen, dass auch wirklich keiner falsch abbiegt. Hervorragend organisiert sind auch die 12 Verpflegungsstellen. Gottlob nehme ich selbst immer nur Bananen und Wasser, ansonsten hätte ich bei den reichhaltigen Angebot an Verpflegung und Getränken die Qual der Wahl gehabt ... Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass ich sehr gut in der Zeit liege. Es läuft aber auch sehr gut. Bergauf laufe ich so, dass ich nicht viel Kraft einsetzen muss. Im Gegenzug versuche ich auf den Bergabstrecken nicht zu bremsen, was allerdings stellenweise nicht so ganz einfach ist, da die Wege entweder zu rutschig sind oder zu steil abfallen. Die Kilometerangaben erfolgen übrigens in 5 er Schritten, also alle 5 km ein Schild. Nur auf den letzten 5 km wird rückwärts gezählt ...noch 5 km, noch 4 km. Wie immer bei derartigen Veranstaltungen, so sind auch hier zahlreiche Helferinnen und Helfer im Einsatz ohne deren Arbeit solche Läufe überhaupt nicht möglich wären. Ich selber habe es mir angewöhnt, je nach Stimmung und körperlicher Verfassung mich ab und an mal im Vorbeilaufen für deren Einsatz zu bedanken. Die Reaktionen darauf sind immer wieder toll. Eine Besonderheit dieses Laufes liegt auch an der Landschaft. Immer wieder gibt es atemberaubende Ausblicke in die Ferne und ich wünsche mir das ein und andere mal, dass ich die Zeit anhalten könnte, um die Aussicht zu genießen. Von km 23 bis km 35 geht es steigungsmäßig (rauf und runter) noch einmal richtig zur Sache bevor es dann ab km 35 stetig bergab Richtung Ziel verläuft. Das Streckenprofil hatte ich mir vorher zigmal angesehen, allerdings hätte ich es mir besser weniger, dafür aber genauer ansehen sollen, denn ab km 35 geht es zwar bis zum Ziel stetig bergab, allerdings geht es zwischendurch auch mal wieder rauf, und zwar nicht nur ein wenig ... und das tut weh ... vor allen Dingen wenn man mental nur noch auf bergab ins Ziel rollen eingestellt ist. Endlich kommt das erste Schild mit dem Hinweis noch 5 km. Noch einige Male ein wenig bergauf und bergab und dann habe ich es geschafft. Unten im Tal liegt Bad Pyrmont und während ich mit langen Schritten den Weg hinab laufe, sehe ich am Rand ein Schild mit dem Hinweis ,,nur noch 3 km''. Ein Blick auf die Uhr sagt mir noch 15 Min bis zu einer Gesamtzeit von 3:45 h. Das wäre möglich, und so beschließe ich spontan unter 3:45 zu bleiben. Jetzt ist nicht mehr lockeres Bergablaufen angesagt, sondern Vollgas. Das mit dem Vollgas hat sich allerdings nach ein paar Metern von selbst wieder erledigt, ganz einfach, weil nach ca. 39 km nichts mehr da ist zum Gas geben ... Aber es geht ja steil bergab und ich kann mein Lauftempo halten. Die Wege sind vom vielen Regen mit zahlreichen Furchen und Unebenheiten übersät. Absolute Konzentration auf den Weg ist jetzt gefordert, bloß nicht stolpern oder gar den Knöchel verstauchen. Aber da, es beginnt eine asphaltierte Strecke, jetzt kannst du dich ein wenig gehen lassen ... von wegen ... der asphaltierte Weg geht nicht bergab sondern geradeaus... Noch einmal voller Einsatz und Tempo halten bis zur nächsten Kurve, wo es wieder bergab geht. Endlich bin ich auf der Zielgerade, die zwar bergab geht, aber leider auch einen recht unebenen Boden hat. So bleibt kein Blick für die Zeittafel übrig, kein Augenmerk für das Geschehen rechts und links der Zielgeraden. Jetzt bloß nicht in ein Schlagloch oder eine Rinne treten ... voll konzentriert auf und durch das Ziel laufen. Geschafft…3:43 h, wie ich nachher erfahre.
Ein Läufer, der sich von seiner vierbeinigen Fan-Gemeinde zum Ziel begleiten lässt. In BP springt die Begeisterung halt auf alle über! Ein Läufer, der sich von seiner vierbeinigen Fan-Gemeinde zum Ziel begleiten lässt. In BP springt die Begeisterung halt auf alle über!
Auszug aus der EL: 188 ZE, (199 in 2006), davon 22 Frauen, (21 in 2006), 11,7 % Frauenanteil! Sollzeit 5,5 h. Auch in diesem Jahr ist die EL beispielhaft korrekt. Nach Bruttozeiten aufgebaut (Nettozeiten sind ausschließlich für den pers. Gebrauch bzw. für Bestenlisten, sofern eine Vereinszugehörigkeit besteht) und in der Folge alle notwendigen Daten soweit vom Läufer angegeben. Einziger Wermutstropfen ist, dass unter der Angabe „Verein“ auch Angaben zu lesen sind, die keinem Vereinsstatus entsprechen oder nur die Ortsangabe des Betroffenen darstellt. 2 ZE-3:00 h, 13-3:15, 28-3:30, 51-3:45, 91-4:00, 113-4:15, 129-4:30 h. MHK-8 ZE, M30-8, M35-22, M40-36, M45-34, M50-28, M55-15, M60-4, M65-7, M70-4 ZE Mä: Jörn Hesse, Dellingser SC, M30, gewinnt in 2:56:37 h knapp vor Uwe Kramp, M30, in 2:56:59 h. Fank Hardenack 3:03:10, Stefan Seyffert 3:08:42, Thomas Mirz 3:11:33, Frank Giesen 3:14:31, Harald Kuhlmann 3:18:28, Matthias Hartje 3:23:29, Jörg Bremer 3:24:32, Friedhelm Eickmann 3:27:44, Bernd Sczepanski 3:32:54, Horst Kruse 3:34:15, Gundolf Franz 3:37:56, Stefan Opitz 3:41:37, Jörg Nolting 3:43:24, Eddy Ringlstetter 3:46:11, Andre Globisch 3:47:07, Frank Hepke 3:49:51, Uwe van Rennings 3:52:18, Rudi Ostermann 3:53:26, Ingo Schachtsiek 3:53:06, Günther Schoofs 3:55:27, Norbert Windau 3:58: 18, Andreas Bremer 4:05:32, Klaus Seeger 4:06:04, Michael Rüsenberg 4:08:44, Frank Dams 4:09:18, Tom Kuschel 4:14:43, Frank Bätje 4:19:19, Uwe Laig 4:25:05, Helmut Rosieka 4:29:32 h. Fr: Nicole Bornhütter, SV Brackwede, W35, gefällt der Lauf sehr gut. Sie kommt seit Jahren und gewinnt seit Jahren. Diesmal in 3:24:51 h deutlich die Damenkonkurrenz. Britta Schulz 3:34:20, Angela Kuhlmann 3:35:43, Sylvia Düsing 3:46:53, Claudia Weber 3:47: 53, Anne Dore Alusse 3:50:50, Martina Sohl 4:03:51, Ute Hettler 4:12:50, Gabriele Köhn 4:36:07 h. Fotos: FotoTeamMüller (8), Bernd Steffens (1).Logo, Karte, Grafik: Veranstalter
Text: Redaktion Marathon und Mehru.a
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